Ju Air will stillgelegte «Tante Ju» reaktivieren

Die HB-HOY, seit 2016 im Ruhestand, soll bald wieder mit Passagieren zu Rundflügen starten; hier aufgenommen in Wels 2010 — Foto: Huber / Austrian Wings Media Crew

Maschine soll bereits im kommenden Jahr wieder abheben.

Am 4. August 2018 stürzte — wie berichtet — die Ju 52/3m, HB-HOT, der Schweizer Ju Air in den Alpen ab, alle 20 Menschen an Bord kamen dabei ums Leben. Neben der menschlichen Tragödie stellte dieser Unfall die Ju Air auch vor logistische Herausforderungen, denn anders als etwa bei einem verunglückten A320 oder einer B737, kann man eine Ju 52 nicht so einfach ersetzen. Weltweit fliegen nur noch eine Handvoll Maschinen dieses Typs. Der Flugbetrieb der Ju Air wird seit der Wiederaufnahme am 17. August 2018 daher mit den zwei verbliebenen Maschinen durchgeführt. Doch im kommenden Jahr könnte sich das ändern.

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Die HB-HOT verunglückte am 4. August 2018 — Foto: Huber / Austrian Wings Media Crew

Derzeit laufen die Planungen, eine vor zwei Jahren stillgelegte ehemalige Maschine der Flotte wieder zu reaktivieren. Dabei handelt es sich um die HB-HOY. Diese 1949 gebaute Ju 52 (genau genommen ein spanischer Lizenzbau des Typs CASA 352, der später auf BMW-Motoren umgerüstet wurde) gehört dem Verein der Freunde historischer Luftfahrzeuge in Mönchengladbach und wurde von dort aus von 1997 bis Ende 2016 von der Ju Air betrieben. Vor rund zwei Jahren musste das Flugzeug dann mangels Ersatzteilen in Mönchengladbach abgestellt werden und ist dort seither im Hugo Junkers Hangar zu besichtigen.

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"Wir hoffen, dass die Ju im Sommer oder Herbst 2019 wieder abheben kann."
Bernd Huckenbeck

Bereits ab 2019 soll die HB-HOY sich aber wieder in die Lüfte erheben. Das bestätigten der Vorsitzende des Vereins, Bernd Huckenbeck, und Ju Air Sprecher Christian Gartmann gegenüber Medien. Möglich sei die Reaktivierung durch viele engagierte Spender. Huckenbeck: "Wir sind in der Lage, das Projekt zu stemmen."

"Wir sind daran, das Projekt zu konkretisieren und stehen deswegen auch mit den Aufsichtsbehörden im Kontakt."
Christian Gartmann gegenüber Austrian Wings

Um die HB-HOY wieder in einen flugfähigen Zustand zu versetzen, bedarf es etwa 1,3 Millionen Euro. In den kommenden Monaten soll die Maschine in die Schweiz gebracht und dort von Ju Air generalüberholt werden. Spätestens Ende des kommenden Jahres soll die Tante Ju dann wieder mit Passagieren unterwegs sein.

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(red)